Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Heisterbergallee 10
30453 Hannover-Ahlem
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Verlegung des Stolpersteins für Minnie Leah Ascher, November 2008, Gretchenstraße 24, Hannover-Oststadt. Quelle: Michael Pechel
Gunter Demnig bei der Arbeit. Quelle: Michael Pechel
Der verlegte Stolperstein. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover

"Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." Diese Erkenntnis steht hinter der Idee der Stolpersteine, die der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Bürgersteigen vor den letzten frei gewählten Wohnungen von Opfern des NS-Regimes verlegt: Kleine Messingplatten mit den Namen, Lebensdaten, Deportationszielen und Todesorten. Mit dem Stolperstein-Projekt werden Biografien, die in der Zeit des Nazi-Terrors ausgelöscht wurden, zurück in den Alltag unserer Städte gebracht - dahin, wo die Ermordeten als Mitglieder der örtlichen Gemeinschaft einmal gelebt haben. Stolpersteine sollen nicht nur an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger erinnern, sondern auch an alle weiteren Opfer des NS-Regimes wie z.B. die verfolgten Sinti und Roma, die Zeugen Jehovas, die Homosexuellen, die Behinderten und an Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugung ihr Leben lassen mussten. Mittlerweile liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.

Hinter den Verlegungen steht bürgerschaftliches Engagement: Namen müssen vorgeschlagen, Biografien erforscht, Kontakte mit Familienangehörigen gesucht werden. Und jeder Stolperstein wird durch Spenden finanziert. Die ersten Stolpersteine in der Region Hannover wurden im Jahr 2005 in der Stadt Ronnenberg verlegt. Hier war es der ausdrückliche Wunsch des ehemaligen Bürgers Prof. Fritz Cohn, der heute in Lafayette (USA) wohnt, seiner ermordeten Großmutter zu gedenken. Auf Wunsch lokaler Initiativgruppen, Kirchengemeinden, Schulen und Stadtverwaltungen folgten Verlegungen in fünf weiteren Städten, darunter auch der Landeshauptstadt Hannover. Gefördert und begleitet waren diese Aktivitäten von Beginn an durch die Arbeitsgruppe Hannover der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG, die als regionaler Hauptansprechpartner wirkt. Insbesondere werden von ihren Mitgliedern intensive Kontakte zu den Schulen vor Ort aufgebaut, um den Gedanken der Stolpersteine durch die Einbeziehung in den Unterricht zu verstärken.

Auf dieser Seite sollen zentral Biografien und Verfolgungsschicksale der Menschen aus dem heutigen Gebiet der Region Hannover zusammengetragen werden, für die bislang ein Stolperstein verlegt wurde. Die Einträge erfolgen nach und nach und werden nie „fertig" sein - weitere Recherchen und die Mitarbeit von Schulprojekten sind ausdrücklich erwünscht! Wir bedanken uns schon hier bei allen Menschen und Institutionen, auf deren Hilfe und Engagement die folgenden Informationen beruhen.

 

Kontakt „Stolpersteine" in der Region Hannover:
Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Hannover
Postfach 1267
30954 Hemmingen
Tel. (0511) 234 35 72
Email: info[at]dig-hannover.de
www.dig-hannover.de
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Kontakt "Stolpersteine":
Internetseite von Gunter Demnig
www.stolpersteine.com
www.stolpersteine-online.com