Schulprojekte bis 2009

Georg Jacobsohn (kein Stolperstein)

Schützenplatz, Georg Jacobsohn (kein Stolperstein)

In Burgdorf waren sowohl Christen, als auch Juden in Vereinen verteten. In der Feuerwehr hat der Jude Georg Jacobsohn eine große Rolle gespielt. Er war lange erster Mann an der Spritze, führte von 1925 bis 1929 das Rechnungswesen im Verein und von 1930 bis 1933 gehörte er der Dreierführung der Feuerwehr als Adjudant neben dem ersten und zweiten Hauptmann an. Im Jahr 1933 wurde in dem Beitragsbuch allerdings sein Name gestrichen und dazugeschrieben: "Ausgetreten am ersten September 1933". Am Ehrenabend darauf wurden 22 Mitglieder der Feuerwehr entlassen, darunter auch Georg Jacobsohn mit 29 Dienstjahren. Juden wurden sozusagen aus den Vereinen geschmissen. Zudem wurde ein Antrag gestellt, dass Juden nicht mehr an Schützenfesten, Königsschießen oder am teilnehmen dürfen. 1933 erhielten unter anderem Georg Jacobsohn und Paul Rosenberg die silberne Medallie für 25-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein, allerdings ist es unbekannt ob sie an der Feier teilnehmen durften.