Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

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Stolpersteine für Betty und Walter Schlesinger, Brühlstraße 27, Hannover-Mitte. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover

Dr. Martin Schlesinger
Jg. 1900
deportiert 1941
tot in Riga

Betty Schlesinger geb. Braun
Jg. 1902
deportiert 1941
tot in Riga

Brühlstraße 27 (Mitte)

Michael Brown und seine Schwester

Die Stolpersteine für das Ehepaar Schlesinger haben sich Michael Brown und seine Schwester gewünscht, die in England leben. Sie war erst sechs Jahre alt, er neun, als die Geschwister mit einem der letzten Kindertransporte Hannover verlassen konnten. – Die Rettungstransporte waren zwischen Ende 1938 nach dem Novemberpogrom und bis zum Kriegsbeginn (1. Sep. 1939) für fast 10.000 Kinder von England aus organisiert worden, um Kinder, die als „jüdisch“ nach den Nürnberger Rassegesetzen galten, aus Deutschland zu holen. Nur Kinder bis zum Alter von 17 Jahren erhielten diese Chance; die Erwachsenen mussten im nationalsozialistischen Deutschland bleiben. Die britische Regierung hatte entsprechend gezielt ihre Einreisebestimmungen gelockert. Die geretteten Kinder waren oft die einzigen Überlebenden ihrer Familie; so auch in der Familie Schlesinger. – Die Schlesinger-Kinder haben in England nach dem Krieg den Geburtsnamen ihrer Mutter (geb. Braun) angenommen und anglisiert.

Hinweise:
• Dr. jur. Martin Schlesinger wird nicht genannt, Betty Schlesinger wird genannt im: Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 2. Auflage 2006.
• Gedenkort in Hannover mit dem Namen von Dr. jur. Martin Schlesinger und Betty Schlesinger: Mahnmal an der Oper, errichtet 1994.

Schlesingers wohnten im „Berlinerhaus“, Brühlstraße 27, einem bedeutenden Ort der Stadtgeschichte. Ene Stadttafel informiert:

Hier wohnte von 1895 bis 1938 Joseph Berliner, der zusammen mit seinem Bruder Emil, dem Erfinder der Schallplatte, 1898 in Hannover die erste Schallplattenfabrik der Welt errichtete. Der Architekt Christian Heinrich Tramm erbaute 1860 dieses Haus für den Obergerichtsrat Eduard Simon.

Heute wird das Haus von der Universität genutzt.

Informationsblatt des Stadtarchiv Hannover (PDF)

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