Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

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Stolpersteine für Familie Seeger, Osterstraße 39, Hannover-Mitte. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover

Familie Seeger

Martha Seeger geb. Emmler
Jg. 1904
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Bernhard Seeger
Jg. 1906
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Christel Seeger
Jg. 1928
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Ronald Seeger
Jg. 1934
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Melanie Seeger
Jg. 1935
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Hildegard Seeger
Jg. 1938
verhaftet 2.3.1943
Tod in Auschwitz 1944(?)

Osterstraße 39 (Richtung Nr. 37) (Mitte)

Für sieben Mitglieder der Sinti-Familie Seeger wurden am 3. März 2009 Stolpersteine in Hannover verlegt.

Familie Seeger lebte in der Osterstraße 42 (historische Adresse)

Nach der erhaltenen Einwohnermeldekarte war die Familie am 15. Juni 1937 aus Stettin kommend nach Hannover gezogen. Bernhard Seeger gab als Beruf „Musiker und Artist“ an. Die sechsköpfige Familie bekam hier Zuwachs. Die Mädchen Dorothee und Hildegard wurden geboren. 1939 brachte Martha Seeger noch die Zwillinge Adolf und Edith zur Welt. Sie starben kurz nach der Geburt. Das 1941 geborene Mädchen Rosita wurde nur einen Tag alt. Die Familie hatte also zu Beginn des Jahres 1943 sechs Kinder. Am 02.03.1943 wurden alle acht Familienmitglieder verhaftet:

Vater und Mutter
• Bernhard Seeger, geb. am 27.05.1906 in Stettin
• Martha Seeger, geb. Emmler, geb. am 10.03.1904 in Thorn

Die sechs Kinder
• Ursula Seeger, geb. am 12.09.1925 in Berlin
• Christel Seeger, geb. am 04.12.1928 in Stettin
• Ronald Seeger, geb. am 01.09.1934 in Podgorz
• Melanie Seeger, geb. am 22.10.1935 in Stettin
• Dorothee Seeger, geb. am 05.11.1937 in Hannover
• Hildegard Seeger, geb. am 28.10.1938 in Hannover

Auf der erwähnten Einwohnermeldekarte wurde vermerkt: „Auschwitz abgeschoben“. Von den Kindern waren die beiden Großen Ursula und Christel 17 bzw. 14 Jahre alt. Die vier Kleinen waren zwischen vier und acht Jahre alt. Alle acht Familienmitglieder wurden nach Auschwitz deportiert. Ursula Seeger, später verheiratete Rose, überlebte als einziges Mitglied ihrer Familie. Ihre Eltern und Geschwister sind vermutlich 1944 vergast worden.

Hinweise:
• Erinnerungsstein / Gedenkort für ermordete Sinti und Roma am Bahnhof Fischerhof.
• Gedenkort mit Erinnerungstafel im Altwarmbüchener Moor.
• Stein auf dem Gelände der ehemaligen israelitischen Gartenbauschule in Ahlem, beim Mahnmal am Standort der Laubhütte.
• „Aus Niedersachsen nach Auschwitz“, Ausstellungskatalog. Bielefeld 2004 (mit Erwähnung anderer Familienschicksale).
• Stolpersteine für die Sinti-Familie Braun / Rosenbach / Blum, verlegt 2007 in Hannover, Wagenerstraße 17.
• Stolperstein für Johann "Rukelie" Trollmann, verlegt 2008 in Hannover, Johann-Trollmann-Weg.

Informationsblatt des Stadtarchiv Hannover (PDF)

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