Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Heisterbergallee 10
30453 Hannover-Ahlem
Telefon: 0511 47 39 76 98
E-Mail: fv.ged.ahlem@t-online.de
Die verlegten Stolpersteine für die Familie Chmielewski. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover
Die verlegten Stolpersteine für die Familie Chmielewski. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover
Angehörige aus Israel in Hannover: Zwi Chmielewski mit Tochter und Schwiegersohn vor den Gedenksteinen. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover
Angehörige aus Israel in Hannover: Zwi Chmielewski mit Tochter und Schwiegersohn vor den Gedenksteinen. Quelle: DIG Arbeitsgemeinschaft Hannover

Familie Chmielewski

Samuel Chmielewski
Jg. 1896
ausgewiesen nach Polen 28.10.1938
Todesort unbekannt

Chana Chmielewski, geb. Tondowski
Jg. 1896
ausgewiesen nach Polen 28.10.1938
Todesort unbekannt

Paula Chmielewski
Jg. 1927
ausgewiesen nach Polen 28.10.1938
Todesort unbekannt

Leibnizufer / Langestraße 45 (Calenberger Neustadt)

Hinweise:
• Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 2. Auflage 2006.
• Gedenkort in Hannover mit dem Namen von Samuel, Chana und Paula Chmielewski: Mahnmal an der Oper, errichtet 1994.

Familie Chmielewski

Hermann, genannt „Bubi" Chmielewski, gehört zu den Israelis, die in Hannover geboren wurden und von den Nazis aus ihrer Heimatstadt vertrieben wurden; die ehemaligen Hannoveraner treffen sich regelmäßig in Tel Aviv. Viele Angehörige ihrer Familien wurden ermordet. Hermann Chmielewski (Zwi Chmelewski) ist der Sohn und Bruder von Samuel, Chana und Paula Chmielewski. Von Israel aus hat der einzige Überlebende der Familie die Verlegung der kleinen Stolpersteine für seine Angehörigen begleitet.

VERBAND EHEMALIGER
HANNOVERANER IN ISRAEL

Brief von Zwi Chmelewski, Freitag, 7. November 2008

Sehr geehrte Damen und Herren!

Erstens möchte ich Ihnen von ganzen Herzen vielen Dank ausdrücken: Allen, denen dieses Projekt der Erinnerung so am Herzen lag, und es auch verwirklichten zum Andenken der Menschen, die in dieser Gegend lebten. Auch meine Familie, d.h. meine Eltern, meine Schwester Paula und ich gehörten dazu. Wir gingen zum jüdischen Kindergarten in der Ohestr. 8. Ich besuchte die Bürgerschule 1 in der Burgstraße und später in der Friedrichstraße. Von meinem damaligen Klassenlehrer, Herrn Winkel, habe ich nach dem Krieg einen ausführlichen Brief erhalten.

All dieses bis zum 28. Oktober 1938 als wir ausgewiesen wurden nach der deutsch-polnischen Grenze. April 1939 verließ ich mit anderen jungen Leuten den polnischen Grenzort, um in der Umgebung von Bialystok (Polen) zu arbeiten und um später vielleicht nach Palästina zu kommen. Leider sind meine Eltern und meine Schwester Paula ungefähr 1941-42 verschollen. Deswegen bin ich so berührt, dass alle unsere Familien durch Euch nicht vergessen wurden und in den Straßen dieser herzlichen Stadt ins Pflaster eingraviert sind.

Nochmals vielen Dank Euch allen in meinem Namen und meiner Familie.

(Hermann) Zwi Chmelewski

Hinweise:
Vgl. Bericht über Zwi Chmelewski und andere ehemalige Hannoveraner in Israel in: NP 31.05.2008, Beilage: Der 7. Tag

Informationsblatt des Stadtarchiv Hannover (PDF)

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Projekt Erinnerungskultur
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