Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Heisterbergallee 10
30453 Hannover-Ahlem
Telefon: 0511 47 39 76 98
E-Mail: fv.ged.ahlem@t-online.de
Ehepaar Rüdenberg. Quelle: Privatbesitz

Max Rüdenberg
Jg. 1863
deportiert 23.7.1942
KZ Theresienstadt
tot 26.9.1942

Margarethe Rüdenberg, geb. Grünberg
Jg. 1879
deportiert 23.7.1942
KZ Theresienstadt
tot 29.11.1943

Wunstorfer Str. 16 A (Stein verlegt auf Höhe Nr. 18) (Linden-Limmer)

Hinweise:
• Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 2. Auflage 2006.
• Gedenkort in Hannover mit den Namen von Max und Margarethe Rüdenberg: Mahnmal an der Oper, errichtet 1994.
Vanessa-Maria Voigt: Das Schicksal der Sammlung von Max Rüdenberg. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Bd. 60, 2006, S. 83-90.

Kleine Chronik

Max Rüdenberg wurde am 9. April 1863 in Bad Oeynhausen und seine Ehefrau Margarethe am 17. Juli 1879 in Arnsberg (Westfalen) geboren.

1896 kaufte Max Rüdenberg den gesamten Komplex „Schwanenburg", gründete am Ufer der Leine die Bettfedernfabrik "Import und Reinigung chinesischer Bettfedern und Daunen" mit eigenen Niederlassungen in China.

Die Familie Rüdenberg wohnt mit den beiden Kindern Eva (geb. 6.11.1900) und Ernst (geb. 28.3.1903) in ihrem Wohnhaus Wunstorfer Str. 18.

1916 beschäftigt das Unternehmen Max Rüdenbergs etwa 60 Mitarbeiter.

Vom Juni 1904 bis Mai 1929 gehört Max Rüdenberg als Schatzmeister dem Vorstand des Warteschulvereins in Limmer (heutiges Kinderheim) an.

1909 - 1919: Max Rüdenberg wird zum Bürgervorsteher der Stadt Linden für Limmer gewählt.

1920 - 1925: Max Rüdenberg ist Mitglied im Rat der Stadt Hannover.

1916 Max Rüdenberg gehört zu den Gründungsmitgliedern der Kestnergesellschaft.

Rüdenberg besitzt eine umfassende Sammlung ostasiatischer Kunst und eine entsprechende Fachbibliothek. Die Sammlung wird von Kennern geschätzt. - Sie wird von der Stadt Hannover unter Wert erworben.

1936 emigriert Sohn Ernst mit Ehefrau nach Kapstadt.

1939 Tochter Eva emigriert nach der Pogromnacht im November 1938 mit ihren drei Kindern nach England.

Die Stadt Hannover kauft das Grundstück Schwanenburg Wunstorfer Str. 16. Rüdenberg bekommt nur einen Bruchteil des Wertes erstattet.

Im September 1941 wird das Haus Wunstorfer Str. 16a, in dem das Ehepaar Rüdenberg jetzt wohnt, zu einem der 15 Judenhäuser in Hannover deklariert.

Im Dezember 1941 werden Bewohner des Hauses nach Riga deportiert.

Mit Verfügung vom 1. Juli 1942 geht Rüdenbergs gesamtes Vermögen in den Besitz des Deutschen Reiches über.

Am 23. Juli 1942 werden 24 Bewohner des Hauses Wunstorfer Str. 16 a, unter ihnen Max und Margarethe Rüdenberg, nach Theresienstadt deportiert.

Informationsblatt des Stadtarchiv Hannover (PDF)

Kontakt „Stolpersteine":
Landeshauptstadt Hannover
Projekt Erinnerungskultur
Fachbereich Bildung und Qualifizierung
Sallstraße 16
30171 Hannover
Tel. 0511 - 168-44505
Fax 0511 - 168-46590
E-Mail: erinnerungskultur[at]hannover-stadt.de
Netzwerk-Mitglied

Kontakt „Stolpersteine":
Deutsch-Israelische Gesellschaft DIG, Arbeitsgemeinschaft Hannover
Tel. (0511) 234 35 72
www.dig-hannover.de
Netzwerk-Mitglied

Kontakt „Stolpersteine":
Landeshaupstadt Hannover
Fachbereich Bildung und Qualifizerung
Frau Gitta Weymann
Stadtteilkulturarbeit, Stolpersteine
Friedrichswall 15
30159 Hannover
Telefon: (0511) 168-4 65 48
Telefax: (0511) 168-4 21 44
E-Mail: gitta.weymann[at]hannover-stadt.de
Netzwerk-Mitglied

 

Nach oben