Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Heisterbergallee 10
30453 Hannover-Ahlem
Telefon: 0511 47 39 76 98
E-Mail: fv.ged.ahlem@t-online.de

Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Ahlem

Erst Bildungseinrichtung, dann Ort des Grauens: Das Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem ist ein Ort, an dem Menschen jüdischen Glaubens große Hoffnung und tiefe Verzweiflung erlebt haben. Seit 1987 erinnert die Gedenkstätte Ahlem an diese wechselvolle Geschichte. Nur entsprach ihre Dauerausstellung schon länger nicht mehr den Standards einer modernen Gedenkstättenpädagogik.

Eine Fachkommission aus Wissenschaftlern, Vertreterinnen und Vertretern der Universität Hannover, der Fachhochschule Hannover, des „Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover" sowie auswärtigen Gedenkstättenexperten hat deshalb im Auftrag der Region Ideen für eine Neukonzeption der Gedenkstätte ausgearbeitet. Ein zweites Gutachten widmet sich aus pädagogischer Sicht konzeptionellen Orientierungen für die historische und gegenwartsbezogene Bildungsarbeit. Ihre Empfehlungen: Das ganze ehemalige Direktorenhaus der Gartenbauschule soll für die Gedenkstättenarbeit genutzt werden. Die Dauerausstellung soll vollkommen neu gestaltet werden. Ein modernes pädagogisches Angebot soll entwickelt werden, um jungen Menschen den Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen.

Empfehlungen zur Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem (PDF)

Empfehlungen für die Neugestaltung der Gedenkstätte Ahlem/Hannover - Konzeptionelle Orientierungen für die historische und gegenwartsbezogene Bildungsarbeit (PDF)

 

Die Empfehlungen wurden im Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport am 14.5.2009 öffentlich vorgestellt - und von allen Fraktionen des Regionsparlaments einhellig begrüßt:

„Mit der Neukonzeption nimmt die Region ihre Verantwortung für diesen bundesweit einmaligen, authentischen Ort wahr".
Ulrike Thiele, SPD

„Das vorgelegte Gedenkstättenkonzept leitet nun eine Weiterentwicklung ein und überzeugt mit seiner pädagogischen Ausrichtung".
Bernward Schlossarek, CDU

„Die Konzeption ist abgeschlossen und zeichnet uns das Bild einer modernen, höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Gedenkstätte".
Heinz Strassmann, Bündnis 90/Die Grünen

„Die FDP-Fraktion ist von der Dringlichkeit dieses Vorhabens überzeugt und hat sich von Anfang an für die Bereitstellung angemessener Investitionsmittel für eine Neukonzeption einschließlich eines Ausbaus der Gedenkstätte in Ahlem ausgesprochen".
Dieter Lüddecke, FDP

„Die Vernichtung der europäischen Juden hatte viele Orte, auch in unserer Nachbarschaft in Hannover-Ahlem. (...) Gleichzeitig ist die ehemalige, zu ihrer Zeit international anerkannte Israelitische Gartenbauschule Ahlem aber auch Ort jüdischer Identität und Selbstbehauptung vor der Shoah".
Stefan Müller, Linksbündnis

„Die Gedenkstätte Ahlem hält nicht nur für die ältere Generation, sondern gerade für die jungen Menschen die Erinnerung an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte wach".
Dirk Salzmann, Bürgerforum

(zitiert aus: Regionsjournal 4/2009, 2. Dezember 2009, S.3)

 

Am Tag der Vorstellung der Empfehlungen der Fachkommission erschienen in hannoverschen Tageszeitungen zwei Artikel zur Weiterentwicklung der Gedenkstätte Ahlem:

Neue Presse: Neue Inhalte für die Gedenkstätte Ahlem (PDF)

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Gedenkstätte soll moderner Lernort werden (PDF)

 

Vor drei Jahre haben wir das Netzwerk gegründet und von Anfang an war es ein zentraler Punkt unserer Arbeit, die Debatte um die Gedenkstätte Ahlem voran zu treiben. Der Mai 2009 ist deshalb ein Meilenstein unserer bisherigen Arbeit. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben und hoffe, dass wir mit dem Prozess eine öffentliche Resonanz finden und die politische Entwicklung voran treiben können.

Barbara Weber
Koordinatorin Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover

 

Schulprojekte "Die Würde des Menschen"

Im Herbst 2008 haben wir Schülerinnen und Schülern aus der Region Hannover zwei Fragen mit auf den Weg gegeben:

Welche Erfahrungen brachten die Verfasser des Grundgesetzes 1949 mit, was veranlasste sie dazu der ‚Würde des Menschen’ einen zentralen Stellenwert zu geben und sie zu Artikel 1 der Grundrechte zu machen? Was bedeutet "Würde" heute?

Die Antworten auf diese Fragen finden Sie unter Projektarchiv. Die Projektpräsentationen dazu wurden von der Multi-Media Berufsbildenden Schulen Hannover (MMBBS) als Fernsehsendung am 19.5. 2009 um 19.00 Uhr und am 23.5.2009 um 21.00 Uhr auf h1 ausgestrahlt.