Im September 2009 haben wir Schulen und Jugendeinrichtungen mit folgender Ausschreibung eingeladen sich an unserem Projekt zu beteiligen:
„Am 23. Mai 2009 wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sechzig Jahre alt. Das ‚Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover’ lädt aus Anlass des Jahrestages Schulen und Jugendeinrichtungen der Region Hannover zu einem Projekt ein.
Das Projekt stellt den Bezug zwischen Geschichte und Gegenwart her und verknüpft historisches Lernen mit politischem Lernen, Geschichtsverständnis mit Werteorientierung. Die konkrete Erforschung der Verletzung grundlegender Menschenrechte während des Nationalsozialismus macht deutlich, welche Errungenschaft das Grundgesetz bedeutet – und dass wir am 23. Mai 2009 allen Grund zum Feiern haben.
Unser Projekt besteht aus drei Bausteinen:
Wir entwickeln mit hannoverschen Jugendtheatern einen Theater - Workshop zum Thema Würde und Respekt. Die Jugendlichen können ihre eigenen Erfahrungen mit Respektlosigkeit, Demütigung, Verletzung, Intoleranz, Mobbing sichtbar machen. Konkret: Wo findet meine persönliche Freiheit ihre Grenzen in der Würde des Anderen? Was ist überhaupt Würde?
Ausgangpunkt sind zentrale Fragen:
Woher stammen die Leitideen des Grundgesetzes?
Welche unmittelbaren Erfahrungen mit der NS-Diktatur haben die Menschen in unserem Land geprägt, als das Grundgesetz geschrieben wurde?
Warum hat die Würde eine zentrale Bedeutung erhalten?
Wir laden Sie ein, Stadtgeschichte zu erkunden, Biographien zu recherchieren und Projekte im Bereich Erinnerungskultur mit Schulklassen zu begleiten.
Ein ‚Botschafter’ des Netzwerks sorgt für die inhaltliche Begleitung, wir unterstützen bei der historischen Recherche und bei der konkreten Umsetzung. Lehrerfortbildungen zu den Themen Archivarbeit mit Jugendlichen, historische Erkundung und ‚Neuer Antisemitismus’ sollen die pädagogische Arbeit begleiten.