Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

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Gymnasium Burgdorf: Tag der offenen Tür zum Thema Menschenrechte

Am Donnerstag den 23. April stand im Gymnasium in Burgdorf alles unter dem Motto „Menschenwürde – Ein universales Recht für Frauen und Männer“.
An diesem Tag sollten sich alle Schüler in verschiedenen Arbeitsgruppen zum Thema „Menschenrechte“ zusammenfinden und sich über unterschiedliche Wege dem Thema nähern.
Wiebke Schwarzrock, Lehrerin am Gymnasium hatte den Tag organisiert und betreute selbst die Arbeitsgruppe „Patenschaften für Stolpersteine“ mit Unterstützung von Gertrud Mrowka vom Arbeitskreis „9. November“.
Für diese Arbeitsgruppe hatte sie Pastor i. R. Rudolf Bembenneck aus Burgdorf eingeladen, der den SchülerInnen die Entstehung des Projektes und dessen Hintergründe erläuterte und einige Geschichten zu den verfolgten Burgdorfer Juden erzählte.
Hier ging er besonders auf die Biographien der Familie Cohn ein, deren Stolperstein in der Gartenstr. 9 in Burgdorf zu finden ist.
Herr Bembemneck erklärte den gespannt zuhörenden SchülerInnen verschiedene Zugänge und Recherchemöglichkeiten zu dem Thema, wie beispielsweise der Datenbank der Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem, dem Archiv des Einwohnermeldeamtes oder den Akten zur Volkszählung von 1939, mit deren Hilfe sie sich die Biographien der Opfer erarbeiten können.

Doch nicht nur das Thema „Gedenken“ stand auf der Tagesordnung, auch die Jugendgruppe von Amnesty International war vertreten. Eine weitere Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Geschichte der Menschenrechte und eine andere recherchierte aktuelle Verletzungen der Menschenrechte im Ausland.
Doch sollte auch der Bezug zwischen den Menschenrechten, deren Umsetzung im Alltag und dem Leben der SchülerInnen verdeutlicht werden.
Eine Annährung der besonderen Art fand in der „Trommler-AG“ statt, dort konnten die SchülerInnen unter Anleitung eines Musikers sich einfach mal „die Seele aus dem Leib trommeln“.

Insgesamt war es ein sehr informativer Tag, dessen Ergebnisse nicht nur für die SchülerInnen und die Schule eine Bereicherung darstellen.