In einem Workshop am 2.12.2008 beschäftigten wir uns zunächst mit dem Ort; wir besichtigten die Gedenkstätte Ahlem und das Gelände, auf dem sich früher die Israelitische Gartenbauschule Ahlem befunden hat.
Wir sahen uns verschiedene ’Orte der Trauer’ an:
Wenn wir um die Menschen trauern, die über Ahlem deportiert wurden und danach umgebracht wurden, trauern wir um Menschen, die nie ein würdiges Begräbnis erhalten haben. Wie wären sie bestattet worden, wenn sie einen natürlichen Tod gestorben wären? Um diese Frage zu beantworten haben wir uns mit jüdischer Trauerkultur beschäftigt.
Als Material diente uns dazu:
Am 12.2.2009 ging es an die Arbeit in der Werkstatt mit der Ausbilderin Johanna Glowka. Künstlerische Ausdrucksformen standen im Mittelpunkt, als sich die Meisterschülerinnen der Floristen mit diesen Orten beschäftigten. Die Entscheidung, an welchen Ort mit dem Gesteck gedacht werden sollte, war jeder der Meisterschülerinnen frei gestellt.
Auch Vorgaben zu Größe oder Gestalt der Werkstücke gab es keine, jede Schülerin war frei in der Gestaltung. Dauerhaft sollte es sein und einen direkten Bezug zu dem ausgewählten Ort zeigen. Abseits der "normalen" Trauerfloristik galt es, ein anspruchsvolles Werkstück zu kreieren und umzusetzen, wobei Materialeigenschaften und ein zeitlicher Rahmen Grenzen aufzeigen. Gestalterische Grundlagen wie Farbenlehre und Proportion mussten wie bei jedem Werkstück beachtet werden und eine saubere technische Verarbeitung mussten selbstverständlich sein.
Justus von Liebig Schule -Floristenmeisterschule
(Fotoserie aus der Werkstatt)