Netzwerk Erinnerung+Zukunft in der Region Hannover

Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Heisterbergallee 10
30453 Hannover-Ahlem
Telefon: 0511 47 39 76 98
E-Mail: fv.ged.ahlem@t-online.de

Empfehlungen für Ihre Vorbereitungen in den KZ-Gedenkstätten der Stadt und Region Hannover

 

als außerschulischem Bildungsort ergibt sich für Sie als Lehrer/-in eine besondere Situation. Sie bereiten Ihre Schüler/-innen auf den Besuch vor, reisen gemeinsam mit ihnen zur KZ-Gedenkstätte an und nach Programmende wieder ab. Auch die Phase der Nachbereitung mit den Schüler/-innen liegt mehrheitlich allein in Ihren Händen. Während des Aufenthaltes in der KZ-Gedenkstätte arbeiten Sie dagegen mit den Gedenkstättenpädagoginnen und -pädagogen zusammen und müssen sich in sehr kurzer Zeit auf Ihre veränderte Rolle im Bildungsprozess einstellen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einige Anregungen geben, wie Sie dieser ungewohnten Situation begegnen können.

 

In Vorbereitung auf den Besuch der KZ-Gedenkstätte empfehlen wir Ihnen, den Ort zunächst ohne Schüler/-innen kennen zu lernen und mit uns ein Vorgespräch zu führen. Sollte ein Besuch zuvor nicht möglich sein, könnte auch ein ausführliches Telefonat mit uns viele Fragen klären.die Schüler/-innen nach ihren Vorstellungen und Erwartungen an den Gedenkstättenbesuch zu fragen. Bitte beachten Sie, dass wir in der KZ-Gedenkstätte Wert darauf legen, dass die Jugendlichen an allen Programmpunkten freiwillig teilnehmen.sich selbst zu befragen, welche Ziele Sie mit dem Besuch verbinden und welche Erwartungen Sie an uns, an sich selbst und an Ihre Schüler/-innen haben.Ihre Rolle als begleitende/-r Lehrer/-in vor Ort zu reflektieren.

 

Wir sehen Sie als Partner im Bildungsprozess. Nur Sie kennen die Schüler/-innen und die jeweilige Gruppendynamik. In diesem Sinne bitten wir Sie darum, uns über Besonderheiten oder im Vorfeld aufgetretene Probleme zu informieren.mit den Schüler/-innen über den besonderen Charakter einer KZ-Gedenkstätte als Lernort, Ort der Begegnung und Ort des Gedenkens (Friedhof) zu sprechen.die Schüler/-innen darauf vorzubereiten, dass sie während des Besuches nicht ausschließlich passive Zuhörer/-innen sein werden.

 

Wir versuchen ganz gezielt, mit den Jugendlichen in einen Dialog zu treten und fragen auch nach ihren eigenen Haltungen und Positionen. Unsere Fragen sollen dabei nicht als Wissensüberprüfung verstanden werden, vielmehr möchten wir Denkprozesse und Gespräche in Gang setzen.keine Arbeitsaufgaben zu vergeben, die konkrete Fakten und Ereignisse abfragen. Die von uns vermittelten übergreifenden Zusammenhänge gehen oftmals durch das Zusammentragen der Antworten verloren.

 

Darüber hinaus wäre es unserer Meinung nach fragwürdig, wenn die Schüler/-innen diesem sensiblen Thema ausschließlich einer guten Zensur wegen Aufmerksamkeit schenken würden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Jugendliche auch ohne Arbeitsaufträge vor Ort dem Thema Interesse entgegenbringen.die Schüler/-innen anzuregen, mit eigenen Fragen zum Thema in die KZ-Gedenkstätte zu kommen. Eine Möglichkeit der Vorbereitung könnte darin bestehen, im Unterricht zuvor die Schüler/-innen ihre Fragen formulieren zu lassen, die dann während des Besuches beantwortet werden können.ausreichend Zeit für Ihren Besuch in der KZ-Gedenkstätte einzuplanen.