
ZUFLUCHT – VERFOLGUNG – ZUKUNFT
Newsletter der Gedenkstätte Ahlem Nr. 5, 31.12.2011 (PDF)
Englischsprachiger Newsletter der Gedenkstätte Ahlem Nr. 5, 31.12.2011 (PDF)
Newsletter des Fördervereins Ahlem Nr. 4, 31.12.2010 (PDF)
Newsletter des Fördervereins Ahlem Nr. 3, 01.01.2010 (PDF)
Jahresüberblick des Fördervereins für 2009 (PDF)
Englische Version des Jahresüberblickes für 2009 (PDF)
Ursprünglich war die 1893 von dem hannoverschen Bankier Moritz Simon gegründete Israelitische Gartenbauschule ein Ort deutsch-jüdischer Kultur. Juden aus Deutschland, dem europäischen Ausland und aus Palästina erhielten auf dem Gelände in Ahlem eine praktische gewerbliche Ausbildung in Gartenbau, Landwirtschaft und verschiedenen Handwerken. Diese Ausbildung rettete jungen Juden das Leben, denn sie erleichterte ihnen während der Nazizeit die Auswanderung nach Palästina.
Seit Ende 1941 war die Israelitische Gartenbauschule ein Ort von Terror und Verbrechen an Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, Sinti, Homosexuellen, an Zwangsarbeitern und sowjetischen Kriegsgefangenen. Sie war Außenstelle und Gefängnis der hannoverschen Gestapoleitstelle. Sie war eine Folter- und Hinrichtungsstätte. Im „Judenhaus“ auf dem Gelände wurden jüdische Bürger zwangseingewiesen. Von Dezember 1941 bis Januar 1944 wurden mehr als 2 100 Menschen von Ahlem aus in die Ghettos Riga und Warschau, in das KZ Theresienstadt und in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.
In Ahlem wurden viele Zwangsarbeiter eingesperrt, gefoltert und viele von ihnen ermordet. Nach dem Attentat auf Hitler im Juli 1944 wurden in Ahlem Regimegegner inhaftiert. Von Ahlem aus wurden wenige Tage vor Kriegsende 154 Häftlinge der Gestapo, zumeist Zwangsarbeiter, auf den Seelhorster Friedhof gebracht und dort erschossen.
1987 wurde im ehemaligen Direktorenhaus der Israelitischen Gartenbauschule eine Mahn- und Gedenkstätte eingerichtet.
BEWAHREN – ERINNERN – AKTIVIEREN
Der gemeinnützige und überparteiliche Förderverein setzt sich dafür ein, die Gedenkstätte Ahlem als wichtigsten authentischen Ort zur Erinnerung an die Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in der Region Hannover zu erhalten und auszubauen.
Wir wollen
- einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der neueren Lokal- und Regionalgeschichte leisten und über die Geschichte des Ortes informieren;
- die Einrichtung eines Dokumentationszentrums zur Geschichte des Nationalsozialismus aktiv unterstützen;
- jungen Menschen eine Lernwerkstatt zur historisch-politischen Bildung schaffen;
- Forschungen zur Geschichte der Israelitischen Gartenbauschule und der Gedenkstätte Ahlem und ihre Nutzung fördern;
- aufmerksam machen auf aktuelle Fremdenfeindlichkeit, auf Rechtsradikalismus und Antisemitismus und auf die Folgen von Rassismus und Faschismus in der NS-Zeit.
MITMACHEN – SPENDEN – FÖRDERN
Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit und benötigen Unterstützung! Wenn Sie weitere Informationen brauchen, Mitglied werden möchten oder in anderer Weise die Arbeit fördern wollen, sprechen Sie mit uns darüber:
Kontakt:
Förderverein Gedenkstätte Ahlem e.V.
Kramerstr. 13
30159 Hannover
Tel. (0511) 47 39 76 98
E-mail: fv.ged.ahlem@t-online.de
Mit einer Spende ermöglichen Sie dem Förderverein, sich weiter aktiv für die Gedenkstätte und die Erinnerungsarbeit einzusetzen. Besonders freuen wir uns über Mitglieder, die unsere Arbeit regelmäßig mit ihrem Beitrag unterstützen.
Förderverein Gedenkstätte Ahlem
Konto: 232604300
Volksbank Hannover
BLZ 25190101
Beitrittserklärung (PDF)
Die Spenden an den Förderverein sind steuerlich absetzbar.
Anfahrt:
Mahn- und Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 8
30453 Hannover-Ahlem
Stadtbahnlinie 10 Richtung Ahlem, Haltestelle Ehrhardtstraße, direkter Weg von der Haltestelle zur Gedenkstätte.