Netzwerk Aktuell

Jugend-Theaterprojekt:

„Nationalsozialismus: Jüdische Familien am Schwarzen Bär"

01.06.-03.06.2013, 18 Uhr

Veranstalter: Kulturzentrum FAUST / lebensraum linden / Theater-AG der IGS Linden

Ort:Schwarzer Bär 8, 30449 Hannover-Linden, Hinterhof (Tagesklinik Linden)

Eine Szenenfolge mit Musik und einer Zeitzeugin, gezeigt an Originalschauplätzen am Schwarzen Bär in Linden

Von und mit Jugendlichen werden Geschichten und Texte über das Leben und Schicksal jüdischer (Geschäfts-) Familien zur Zeit der NS-Diktatur rund um den Schwarzen Bären gezeigt, gespielt, gelesen und fantasievoll in Szene gesetzt. Als Zeitzeugin wirkt die 90 jährige Barbara Dreyfuss aus Hamburg, Tochter des Kinderarztes Dr. Sochaczewski, mit.

Leitung: Jutta Gerhold, Harrie Müller-Rothgenger, Mitarbeit: Lea Kohns; Musik: Holger Kirleis.

Entwickelt und präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum „FAUST" und der Initiative „Lebensraum Linden" durch die Schülerinnen und Schüler der THEATER AG der IGS HANNOVER-LINDEN

Eintritt: 4,00 € / ermäßigt: 2,00 € (Abendkasse und VVK)
VVK: Buchhandlung Decius, Falkenstraße 10, Sekretariat der IGS Linden, Am Lindener Berge 11
Kulturzentrum „FAUST", Zur Bettfedernfabrik 3

 


„Der Weg der verbrannten Bücher" und zentrale Gedenkveranstaltung

10.05.2013, ab 17 Uhr

Im Mai 2013 jährt sich zum 80. Mal das nationalsozialistische Verbrechen der Bücherverbrennung. Die Bücherverbrennung von 1933 setze einen sichtbaren Anfangspunkt der systema-tischen Ausgrenzung und Verfolgung der geistigen Eliten und der intellektuellen Opposition in Deutschland.
Das Projekt Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover wird am 10. Mai 2013 zusammen mit vielen Kooperationspartnern, z.B. der Gottfried-Wilhelm-Leibniz Bibliothek, zentral an dieses Verbrechen erinnern: Wir erinnern an den „Weg der verbrannten Bücher", um die diffamierten Schriftsteller/innen und ihre Werke zu würdigen und sie symbolisch zurück in die Stadt zu bitten. An sechs Stationen auf dem Weg finden kleine Informationsveranstaltungen, Lesungen und Aktionen zu den Autoren und ihren Büchern, aber auch zu den Tätern und dem Verbrechen selbst statt.
Der authentische Ort der Bücherverbrennung bildet die letzte Station. An der Stelle des Bismarckturms liegt heute der Maschsee. An der Geibelbastion findet abschließend die zentrale Gedenkveranstaltung statt.

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Jugendliche dem Workshop Internationale Jugendbewegung vor dem Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer am 8.Mai 2011

Veranstaltungen in der Region Hannover – Mai 2013

Diese Rubrik zeigt die zahlreichen Veranstaltungen des Netzwerkes im Mai.

Am 8.Mai z.B. die Veranstaltung zum Tag der Befreiung:"Zwischen Gestern, Heute und Morgen – gemeinsame Erinnerungen". Ein Workshop mit Schülerinnen und Schülern aus St. Petersburg, Poznan, Riga und Hannover. Gemeinsam werden sie in verschiedenen künstlerischen Workshops arbeiten. Als Kristallisationspunkt der Beschäftigung dient der Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer.

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Zeitungsanzeige über die Arisierung des jüdischen Textilgeschäfts Texta in der Großen Packhofstraße. Aufgegeben von der Firma Weipert. Niedersächsische Tageszeitung 25.11.1938

Jüdische Geschäfte in Hannover 1933 – 1938:

Spurensuche in unserer Stadt

- Ein Geschichtsprojekt des Netzwerks Erinnerung und Zukunft mit Schülern und Jugendlichen -

Sieben Schulen in der Region Hannover nehmen an diesem Projekt des Netzwerks teil. Es sind Schulklasse des 9. Jahrgangs verschiedener Schulformen, die das Thema Nationalsozialismus im Unterricht behandeln oder behandelt haben. Das Projekt ist auch offen für Vereine und Initiativen die mit Jugendlichen arbeiten.

Das Projekt nimmt den 80. Jahrestag des Aprilboykotts gegen jüdische Geschäfte 1933 und die daran anschließende Verdrängung der Juden aus der Wirtschaft zum Anlass, Schülern einen alternativen Zugang zur NS-Geschichte anzubieten. Dieser Zugang ist gekennzeichnet durch konkrete Arbeit an einem lokalgeschichtlichen Beispiel und durch eine möglichst hohe Selbständigkeit der Arbeit der Schüler/innen. Im Vordergrund wird daher für sie die Auseinandersetzung mit kleinen, aber konkreten Beispielen der nationalsozialistischen Judenverfolgung stehen – die Recherche über das Schicksal eines jüdischen Geschäfts, eines Ladens oder auch einer Anwaltskanzlei, möglichst aus dem Stadtteil oder der Gemeinde der Jugendlichen und der Familie der jüdischen Inhaber/innen. Durch diesen lokalgeschichtlichen Zugang zum Verfolgungsgeschehen sollen die Schüler/innen motiviert werden, sich auf einer konkreten Ebene mit dem nationalsozialistischen Unrecht auseinanderzusetzen.


Veranstaltungsreihe 19. März – 6. Mai 2013

Mit dieser Veranstaltungsreihe zum 80. Jahrestages des Überfalls auf das hannoversche Gewerkschaftshaus verfolgt der DGB das Interesse einer historischen Rückschau und stellt die Frage, welche Erkenntnisse man daraus für heutige gesellschaftliche Verhältnisse ziehen kann. Es geht dabei nicht um platte Analogien zur Gegenwart, sondern darum, sich Niederlagen und historische Versäumnisse der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen und heutige Verhältnisse und Entwicklungen auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen zu betrachten. In die Veranstaltungsreihe integriert ist die Ausstellung Gewerkschaftler in Konzentrationslagern 1933–1945, die bis zum 12. April in Hannover, im Neuen Rathaus zu sehen ist.

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Veranstaltungskalender des Netzwerkes Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover

Der vorliegende Veranstaltungskalender informiert über Veranstaltungen im thematischen Kontext des Dritten Reiches in der Region Hannover und darüber hinaus. Den Schwerpunkt bildet die historisch-politische Analyse der Ereignisse des Jahres 1933, 80 Jahre nach der sogenannten Machtübertragung auf die Nationalsozialisten und dem Niedergang der Weimarer Demokratie.

März 2013 – Juli 2013
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Titelblatt Veranstaltungen Gedenkstätte Ahlem 1. Halbjahr 2013
Titelblatt

Veranstaltungsprogramm Januar – Juni 2013 Gedenkstätte Ahlem

Vorträge • Diskussionen • Zeitzeugengespräche • Lesungen

In diesem Jahr wird der Ausbau der Gedenkstätte beginnen. Aus diesem Grund stehen bis zur geplanten Neueröffnung 2014 das ehemalige Direktorenhaus und die bisherige Dauerausstellung nicht mehr zur Verfügung. Um diese Zeit zu überbrücken, wird das Veranstaltungsangebot der Gedenkstätte Ahlem erweitert. Darüber hinaus bietet die Region auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem monatliche Informationsveranstaltungen an und informiert kontinuierlich über die Geschichte des Ortes, die Pläne zur Neukonzeption sowie die Baufortschritte.

Halbjahresprogramm (PDF)


Flyer der Veranstaltungsreihe "Der lange Schatten von 1933 - NS-Herrschaft und das Ende der Demokratie"
Flyer der Veranstaltungsreihe "Der lange Schatten von 1933 - NS-Herrschaft und das Ende der Demokratie"

Veranstaltungsreihe

Der lange Schatten von 1933 – NS-Herrschaft und das Ende der Demokratie

Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm erinnern die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover im Laufe des Jahres 2013 an das Katastrophenjahr der deutschen Geschichte. Information und kritische Aufklärung über die Ereignisse vor 80 Jahren werden die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von Bevölkerungsgruppen und die Ausschaltung der Demokratie in der Vergangenheit historisch beleuchten.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Der jüdische Friedhof in Gleidingen
Der jüdische Friedhof in Gleidingen

Dokumentation zu jüdischem Friedhof Gleidingen neu aufgelegt

Stein für Stein werden die Grabstätten mit einem Foto dokumentiert und die hebräischen Inschriften übersetzt. Man bekommt so einen Einblick in das Leben der Verstorbenen, die mit den Texten beschrieben werden. Die Broschüre der Autorin Angela Langner, die die Stadt jetzt neu herausgegeben hat, schildert die Geschichte des Friedhofs, der 1749 erstmals urkundlich erwähnt ist. Auch heute noch werden Verstorbene der jüdischen Gemeinde dort beigesetzt.
Informationen

Steine als Spuren? – Juden in Gleidingen (PDF)


Internetseite Stadthistorie Hannover mit einem Plan der Stadttafeln in Hannover
Internetseite Stadthistorie Hannover mit einem Plan der Stadttafeln in Hannover

Liste der Stadttafeln in Hannover

Die private Seite Stadthistorie Hannover ist eine Fundgrube für lokalhistorisch Interessierte. Sie bietet u.a. einen Übersichtsplan der Stadttafeln in Hannover, nach Stadtteilen geordnet und als GoogleMap.
www.stadthistorie.info/tafeln/index.htm


Internetseite Die Sozialistische Front Hannover: www.sozialistische-front.de
Internetseite Die Sozialistische Front Hannover: www.sozialistische-front.de

„Aus Hannover gegen den Faschismus. Die Geschichte der Sozialistischen Front ist online“

Die Internetseite „Die Sozialistische Front Hannover“  wurde von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin mit Unterstützung der Lindener Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden erstellt.

„Die Website zeigt die Geschichte der Sozialistischen Front und ihrer Mitglieder auf einzigartige und facettenreiche Weise und stellt Hintergrundinformationen sowie bisher unveröffentlichtes Bild- und Informationsmaterial für eine breite Öffentlichkeit zur Verfügung."

www.sozialistische-front.de


Ihmebrücke zwischen Hannover und Linden. Zeitgenössische Postkarte nach 1930
Ihmebrücke zwischen Hannover und Linden. Zeitgenössische Postkarte nach 1930

Stadterkundung Hannover-Linden

Auf der hannoverschen Seite "Lebensraum Linden" ist eine sehenwerte digitale Tour "Schicksale jüdischer Geschäftsleute am Schwarzen Bären" zusammengestellt:

"Die Tour ist kurz, denn sie besteht lediglich aus einem Rundgang um den Schwarzen Bären, dem traditionellen "Eingangstor" von Hannover nach Linden. Gleichwohl spiegelt sich auf diesem engen Raum die Geschichte der Verfolgung, Vertreibung und Deportation jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger während des Nationalsozialismus in erschreckender Dichte wider. Wir gehen den Schicksalen von jüdischen Geschäftsleuten und ihren Familien nach, die in den 1930er Jahren rund um den Schwarzen Bären ansässig waren".
Link zur Tour


In zwei Jahren soll die Gedenkstätte Ahlem – hier ein Computerbild der künftigen Gestaltung – neu eröffnen.
In zwei Jahren soll die Gedenkstätte Ahlem – hier ein Computerbild der künftigen Gestaltung – neu eröffnen.

Gedenkstätte Ahlem wird Baustelle

Der Ausbau der Gedenkstätte Ahlem beginnt. Die bisherige Dauerausstellung kann deshalb nicht mehr besucht werden. Um diese Zeit zu überbrücken, wird das Programm der Gedenkstätte Ahlem mit Vorträgen, Lesungen und kulturellen Veranstaltungen im Haus der Region nochmals erweitert. Darüber hinaus bietet das Team Kultur der Region Hannover auf dem Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem monatliche Informationsveranstaltungen an und informiert kontinuierlich über die Geschichte des Ortes, die Pläne zur Neukonzeption sowie die Baufortschritte.

Informationen auf www.hannover.de:
Neukonzeption der Gedenkstätte Ahlem

Filmbeitrag aus dem März 2011 von h1 Fernsehen bei YouTube:
Architekturwettbewerb Gedenkstätte Ahlem

Ahlem: Experten debattieren über Konzept der Gedenkstätte
HAZ 03.03.2012: Artikel im HAZ-Archiv online


Buchumschlag von „Häftling 142.340“, Hannover 2012
Renate Müller De Paoli: Salomon Finkelstein. Häftling Nummer 142 340. Hannover: Hahnsche Buchhandlung, 2012

Bewegendes Zeitzeugnis

Salomon Finkelstein wird 1922 in Lodz geboren. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen wird der 17-Jährige mit seiner Familie in das Getto der Stadt gepfercht. Als Zwangsarbeiter muss er bei Frankfurt/Oder an der Reichsautobahn mitbauen. 1943 wird er nach Auschwitz deportiert, wo er im Lager Buna Gebäude für die IG Farben errichten muss. Im Januar 1945 folgt das KZ Dora-Mittelbau. Er wird nach einem Todesmarsch in der Nähe des KZ Ravensbrück von sowjetischen Truppen  befreit.  Nach dem Besuch eines Freundes, der das Lager Bergen-Belsen überlebt hatte, bleibt er in Hannover – und lebt seitdem hier. „Zwei Jahre war ich kein Mensch, nur eine Nummer“, erzählt er in seinen von Renate Müller De Paoli festgehaltenen Erinnerungen, die von Region Hannover und Stadt Hannover zu seinem 90. Geburtstag gemeinsam herausgegeben werden.

„Häftling 142.340“ ist im Verlag Hahnsche Buchhandlung erschienen. Herausgeberin ist Stefanie Burmeister, Leiterin der Gedenkstätte Ahlem, im Auftrag der Region Hannover. Das Buch umfasst 159 Seiten, kostet 10 Euro und ist in der Hahnschen Buchhandlung sowie im Haus der Region, 30169 Hannover, Hildesheimer Straße 20, erhältlich.


Herzlich willkommen auf der Website des
Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover!

Das Netzwerk steht für die Förderung der Erinnerungsarbeit in der Region und für die Diskussion von Fragestellungen der politischen Bildung. 2006 von engagierten Ehrenamtlichen gegründet, hat es sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe in der hannoverschen Gedenklandschaft entwickelt. Mit seinen unterschiedlichen Mitgliedern vertritt das Netzwerk eine große Bandbreite von thematischen Schwerpunkten und didaktischen Zugängen.

Auf der Website möchten wir Ihnen das Netzwerk, seine Mitglieder und seine bisherigen Projekte näher vorstellen:

Sie erfahren, wie und durch welche Strukturen das Netzwerk arbeitet. Über ein Verzeichnis der Netzwerkpartner können Sie etwas über einzelne Arbeitschwerpunkte erfahren, Sie finden Kontaktadressen und Ansprechpartner.

In der Rubrik Aktivitäten stellen wir Ihnen die Netzwerkprojekte ab 2006 bis zu den aktuellen Vorhaben vor.

Nähere Informationen finden Sie über die Publikation Orte der Erinnerung. Wegweiser zu Stätten der Verfolgung und des Widerstandes während der NS-Herrschaft in der Region Hannover, über die Verlegung von Stolpersteinen und die zahlreich durchgeführten Projekte.

Die Rubrik Veranstaltungen informiert Sie regelmäßig über aktuelle Termine in der Region Hannover, die die Zeit des Nationalsozialismus, den Umgang hiermit und aktuelle historisch-politische Diskussionen thematisieren.

Der Bereich Presse und Materialien bietet die Möglichkeit, sich inhaltlich vertiefend mit weiteren Themenkomplexen auseinander zu setzen.

Wir laden Sie herzlich ein, sich über das Netzwerk zu informieren und sich am Engagement zu beteiligen - wir freuen uns sehr von Ihnen zu hören!



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